Tabriz

Die Anfahrt durch die Osttürkei ging durch recht karge Landschaft und es lag noch teilweise recht viel Schnee.
Der Grenzübergang bei Bazargan war für uns zwar problemlos, die Iraner kamen aber nicht so leicht durch und wurden durchsucht. Somit dauerte es fast 5 Stunden bis wir weiterfahren konnten, da die Polizei den Bus noch extrem genau samt Motorraum untersuchte.
Kurz nach Mitternacht kamen wir dann in Tabriz an.
Tabriz ist sehr hoch gelegen und somit im Frühling noch bitterkalt. Wir streiften erst einmal einfach durch die Straßen von Tabriz und "bewunderten" der Plakate im Park, die das grimmige Gesicht des Revolutionsführers oder Mitglieder der Regierung zeigten.
Tabriz hat zwar ein paar nette Moscheen, lohnt aber eher als Einstieg für Iran, da man sich recht einfach einleben kann und stundenlang im Bazar herumlaufen und Iraner beobachten kann.
Im Bazar wird man auch recht oft auf einen Tee eingeladen und dabei ausgequetscht, was man so vom Iran denkt bzw. was die Bevölkerung in Europa vom Iran denkt. Die Iraner wissen sehr wohl, dass die Menschen im Westen sie für Terroristen halten. Trotzdem sind sie beispiellos freundlich zu Europäern! Wir wurden überall im Iran immer sehr freundlich aufgenommen. Man merkt nichts von einer Missstimmung gegen Europäer, viel eher aber gegen die eigene Regierung.
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